Der Puzzlewahn

Monday, November 17th, 2008 at 11:15 pm

| aktueller song: across the delta - elephant |

Exits To Freeways - Spilling Drinks, Spelling Names
Vö: 31. Oktober 2008
Label: Nois-O-Lution / Indigo
Länge: 50:11 min
Hit: H-Smile
Punkte: 6/10

Exits To Freeways - Spilling Drinks, Spelling Names

Musik selbst zu machen, das ist wie Puzzeln mit Tönen. Bei manchen Bands gleicht das manchmal sogar dem 18.000-Teile-Monster namens “Tropische Impressionen” von Ravensburger: überdimensional groß, kribbelbunt, vielfältig - und zum Verzweifeln. Erstaunlich ist allerdings, dass es scheinbar immer ein paar Verrückte gibt, die die Zeit und vor allem die Nerven und Ruhe für so etwas haben, wo das doch kaum allein zu bewältigen ist. Genau das Gleiche denkt man sich nämlich auch, wenn man erfährt, dass zu dem hübschen Bandnamen Exits To Freeways optional noch ein Spread Like The Veins On The Back Of My Hand dazugebastelt werden kann. Gut, die Hamburger puzzeln immerhin zu dritt, aber dafür ist im Gegenzug die Anzahl der Einzelteilchen noch etwas größenwahnsinniger. Das macht ihr Debüt “Spilling drinks, spelling names” nicht einfacher.

Schon der erste Song “Perfect perverts (taking pictures)” deutet somit die Richtung des Albums an: vielseitig, frickelig, auf irgendeine Weise auch überladen, selbst wenn es nie wirklich überfrachtet wirkt. Und natürlich zum Verzweifeln. Man braucht nämlich vor allem zwei Dinge, um das Debütalbum von Exits To Freeways wirken zu lassen, zu verstehen oder gar zu mögen: reichlich Zeit und noch mehr Aufmerksamkeit. Doch beides ist heutzutage oftmals schwer aufzubringen. Oberflächlich betrachtet könnten die Songs auf erster Ebene trotzdem sogar Indiehörern der mittelruppigen Gangart gefallen: nervöse Gitarren, schnell zappelnde Füße und ein teils ein leicht anstrengender, unbequemer und somit angesagter Gesang. Out ist schließlich das neue In. Alles halb so wild erstmal.

Anstrengend wird es allerdings ab genau dem Moment, in dem man versucht, die Songs zu verstehen oder zu analysieren. Wenn man mit System und Konzept zu puzzeln versucht, statt einfach die vielen, bunten Teilchen irgendwie blind zusammenzubringen. Denn zu viele Brüche, zu viele Stimmungen und zu viele Gefühlslagen durchziehen die fünfzig Minuten, die nur deswegen nicht zu lang sind, weil mit “H-smile” eine siebenminütige, halbinstrumentale Auf-und-ab-Halbballade ans Ende gepackt wurde - wo sie ausnahmsweise nicht einmal fehl am Platz ist. Was danach dennoch oder gerade deswegen zurückbleibt sind: viele Fragen, zwei Puzzelteilchen zu wenig, dafür aber ein nervös zappelndes Bein und ein kleiner Kopfschmerz an der Schläfe. Ein gutes Zeichen immerhin.

Tracklist:
01) perfect perverts (taking pictures)
02) six years after glamorama
03) neocon love rites
04) it’s so hard to know you now
05) narcissus as a fuckboy
06) shoegazer inc.
07) pageant wipeout interlude
08) bliss bluff
09) a list for actions
10) tourette red (a monster in my language)
11) desire_construction_disaster
12) no votes
13) h-smile

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Sonntagsstimmung

Monday, November 3rd, 2008 at 3:31 am

| aktueller song: left to vanish - give us barabbas |

Thievery Corporation - Radio Retaliation
Vö: 26. September 2008
Label: Esl / Rough Trade
Länge: 55:55 min
Hit: Beautiful Drug (Feat. Jana Andevska)
Punkte: 6/10

Thievery Corporation - Radio Retaliation

Mehr Schein als Sein. Eine eher nicht so gute, aber heutzutage oft alltägliche Praxis. Und hält man nun “Radio Retaliation” in den Händen, könnte man ähnliches denken. Die Pappverpackung, der Druck und das doppelseitige Posterbooklet sind fast noch besser als die CD selbst, würden zumindest böse Zungen behaupten. Das stimmt aber nicht ganz, denn Thievery Corporation sind auch nach weit über zehn Jahren die Speerspitze der Downbeat- und Lounge-Musik. Es gibt keinen Club und keinen Laden der Welt, der Thievery Corporation nicht spielen würde. Und das wird sich auch mit “Radio Retaliation” nicht ändern. Oft ist es zwar kein Kompliment, aber die fünfzehn Songs eignen sich einfach gut als Hintergrundmusik, die eben nicht nur seichte rumblubbert, sondern durch Elemente des Jazz, aus Dub oder auch Reggae die nötige Aufmerksamkeit weckt. So lässt es sich wohlig entspannen und regenerieren. Und auch wieder sein.

Tracklist:
01) sound the alarm (feat. sleepy wonder)
02) mandala (feat. seu jorge)
03) radio retaliation (feat. sleepy wonder)
04) vampires (feat. femi kuti)
05) hare krishna (feat. seu jorge)
06) el pueblo unido (feat. verny varela)
07) the forgotten people
08) 33 degrees (feat. zee)
09) beautiful drug (feat. jana andevska)
10) la femme parallel (feat. loulou)
11) retaliation suite
12) the numbers game (feat. chuck brown)
13) the shining path
14) blasting through the city (feat. notch)
15) sweet tides (feat. loulou)

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Die Abrechnung

Sunday, November 2nd, 2008 at 7:47 pm

| aktueller song: a cold dead body - our best years |

Mr. Oizo - Lambs Anger
Vö: 28. November 2008
Label: Ed Banger / Because Music / Al!ve
Länge: 44:22 min
Hit: Z
Punkte: 5/10

Mr. Oizo - Lambs Anger

Mr. Oizo hat genau zwei Probleme, zwei Luxusprobleme wenn man so will. Zum einen wegen seinem Hit “Flat Beat” von 1999, der ihm auch noch fast zehn Jahre später den Ruf eines Electro-One-Hit-Wonders beschert. Und zum anderen wegen seinen Livesets, die aus allerhand Remixen bestehen, massig angespielten Hits und großer Experimentierfreudigkeit. So weit, so gut. Problem ist nun, das alles auf einem Album zu vereinigen, aber eben auch gleichzeitig alte Anhängsel über Bord zu werfen. Mit Flat Eric wird deswegen schon auf dem Cover abgerechnet: In der berüchtigten “Un chien andalou”-Szene von Salvador Dalí & Luis Buñuel wird dem armen gelben Kollegen das Auge aufgeschnitten, das hat zumindest Symbolcharakter. Musikalisch wird dann zwar ansehnlich und wesentlich popiger getanzt, aber auch ebenso ruppig durch die Tracklist gehetzt. Das wäre gar nicht nötig gewesen, aber nun sind immerhin alle Probleme vom Tisch. Ein vielseitiges Werk.

Tracklist:
01) hun
02) pourriture 2
03) z
04) cut dick
05) two takes it (feat. carmen castro)
06) rank
07) bruce willis is dead
08) jo
09) positif
10) lambs anger
11) erreur jean (feat. error smith)
12) steroids (feat. uffie)
13) gay dentists
14) pourriture 7
15) w
16) lars von sen
17) blind concerto

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Schwarzmalerei

Sunday, November 2nd, 2008 at 4:01 am

| aktueller song: thursday - as he climbed the dark mountain |

Declan De Barra - A Fire To Scare The Sun
Vö: 31. Oktober 2008
Label: Blackstar / Cargo
Länge: 28:39 min
Hit: Johanna
Punkte: 6/10

Declan De Barra - A Fire To Scare The Sun

Man kann nicht sagen, Declan De Barra sei ein Menschenhasser, aber irgendwas muss da wohl schief gelaufen sein. Das Debütalbum “Song Of A Thousand Birds” klang schon arg deprimiert (schön), aber die Welt scheint seitdem alles andere als besser geworden zu sein. “A Fire To Scare The Sun” ist deswegen nun vollends vertonter Pessimismus - oder zumindest starke Schwarzmalerei bzw. traurige Realität. Der nun vom Label kreierte Begriff des Indie Folk Noir könnte somit also fast treffend sein, zeichnen sich die zehn Songs doch noch mehr durch eine gewisse Hoffnungslosigkeit aus. Das heißt natürlich nun bei weitem nicht, dass der Konsum des Albums ohne Umwege zum Selbstmord führen würde - im Gegenteil. “A Fire To Scare The Sun” wirkt einfach nur noch mehr in sich selbst gekehrt und persönlicher, noch nachdenklicher und noch dunkler. Zeit um auch sich selbst mal ein paar essentielle Fragen zu stellen.

Tracklist:
01) until the morning comes
02) brightest start
03) on and on
04) diamonds
05) johanna
06) beautiful one
07) ghetto 101
08) 57 years
09) scraps to feed bones
10) red forest

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Herbsttristesse

Saturday, November 1st, 2008 at 7:55 pm

| aktueller song: envy - a winter quest for fantasy |

Holmes - Wolves
Vö: 31. Oktober 2008
Label: Blackstar / Cargo
Länge: 49:48 min
Hit: Long Waiting
Punkte: 6/10

Holmes - Wolves

Schweden kann irgendwie alles, das ist nichts Neues. Indie, Postrock, Singer-Songwriter und Metal. Frauen und Natur pur sowieso. Nun versuchen sich die Schweden von Holmes aber auch auf den Fährten des Country. Das klingt vielleicht abwegig, aber so fern ist die Vorstellung gar nicht. Auch in Schweden sitzt man schließlich abends gern mit seiner Gitarre im Freien und singt bei Lagerfeuerlicht traurige Lieder. Einziger Unterschied ist vielleicht die nordische Kälte, weswegen “Wolves” um einiges intimer klingt und überhaupt konstant sparsam instrumentiert ist. Das wirkt zwar einerseits etwas kitschig und dramaturgisch nicht wirklich spannend, aber andererseits ist das gar nicht mal so schlimm, so ein schwedischer Herbst ist schließlich auch eher durchweg bodenständig kühl. “Long Waiting” steht dafür symptomatisch. Warm anziehen also!

Tracklist:
01) i might be wrong
02) storm
03) david letterman
04) relapse
05) possession
06) hold on
07) seven hours
08) satan
09) every time
10) wolves

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Onomastik

Saturday, November 1st, 2008 at 4:12 pm

| aktueller song: in a nutshell - dialoguer |

Random Conflict - Escapism
Vö: 24. November 2008
Label: Glasstone / Code7 / PHD
Länge: 42:03 min
Hit: Escapism
Punkte: 5/10

Random Conflict - Escapism

Man soll ja nicht immer vom Bandnamen auf die Musik oder gar auf die Menschen dahinter schließen, da kommt nämlich meist nichts Gutes heraus. Aber andersrum: Man gibt sich einen Namen nicht ohne Grund und zumeist denkt man sich ja auch etwas dabei. Die große Frage ist nun, warum Random Conflict genau so heißen wie sie heißen. Was als Bandname erst einmal sehr abgedroschen klingt, ist es im Gegenzug aber nicht zwangsläufig. “Escapism” wirkt durchdachter als man es nach dem ersten Hören annehmen möchte. Dennoch: Man wird das Gefühl nicht los, das Wort “random” hätte im Kontext der Band eine wirklich große Bedeutung. Random im Sinne von chaotisch trifft zwar in einigen wenigen Momenten des Albums ebenso zu, meist ist es aber doch eher das zusammengewürfelte Random aus Eternal Lord und Carnifex. Vielleicht nicht ganz so plump, aber auch nicht viel abwechslungsreicher. Random im Sinne von ziellos halt.

Tracklist:
01) the pledge
02) my devil danced with his demon
03) 21 grams
04) knives and lint
05) heart on sleeve, head above water
06) ballrooms and blood trails
07) obsession is a young man’s game
08) it took 08 shots plus
09) forensics
10) the world is full of skydivers
11) escapism

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Praktikumszeugnis

Thursday, October 30th, 2008 at 11:05 am

| aktueller song: helios - sons of light and darkness |

Left To Vanish - Versus The Throne
Vö: 14. November 2008
Label: Lifeforce / Soulfood
Länge: 42:52 min
Hit: Falling In Love In A Whorehouse
Punkte: 4/10

Left To Vanish - Versus The Throne

Er war stets bemüht, die Arbeitsqualität entsprach den Anforderungen und er war bestrebt sich neuen Situationen anzupassen. So oder so ähnlich könnte sich das Zeugnis zu “Versus The Throne” lesen. Doof nur, dass die Entschlüssung dieser Geheimcodes der Personalwirtschaft maximal für ein “ausreichend” bis “mangelhaft” stehen. Als solide könnte man es mit Augenzudrücken auch bezeichnen, denn mehr sind Left To Vanish nämlich nicht. Die Dreiviertelstunde entspricht ganz einfach den gängigen Standards des Death- und Metalcore dieser Tage, handwerklich wie kreativ halbwegs annehmbar, aber keineswegs eigen oder gar außergewöhnlich. Das sieht man übrigens auch schon am Cover: Selbst dort treffen Klischee auf Vorhersehbarkeit, da nützen auch die guten musikalischen Ideen mit den Interludes und den schleppenderen Parts nur bedingt. In der Regel tadellos, würde der Chef sagen.

Tracklist:
01) give us barabbas
02) seventeenth year cicadas
03) long live this heresy
04) dirt merchant
05) lufthansa heist
06) whitewolf and nash
07) eyeless in gaza
08) suffrage under a sulfur sky
09) february 16th 1969
10) northern lights
11) falling in love in a whorehouse

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Die Qual der Qual

Monday, October 13th, 2008 at 12:22 am

| aktueller song: come sleep - to this day: not a sound |

Shinedown - The Sound Of Madness
Vö: 10. Oktober 2008
Label: Atlantic / Warner
Länge: 41:45 min
Hit: Second Chance
Punkte: 2/10

Shinedown - The Sound Of Madness

Wirklich gut oder wichtig waren Shinedown ja eigentlich nie. Das ändert sich auch mit dem Nachfolger zu “Us and them” nicht. Einzig mit dem Unterschied vielleicht, dass die Band mittlerweile …

… noch größenwahnsinniger als Metallica ist. Es kann nämlich einfach nicht sein, dass sich Frontmann Brent Smith hinstellt, aufbläst und dann großspurig zu seinem Produzenten Rob Cavallo verkündet: “Wenn ich tot bin, wenn jeder in dieser Band nur noch Vergangenheit ist, dann will ich, dass die Welt “The sound of madness” als ein Album in Erinnerung behält, das gemacht werden musste!” Denn im Gegensatz zu Shinedown dürfen Metallica eine große Klappe haben, weil sie ganz einfach Musikgeschichte geschrieben haben und auch einmal gut waren. Shinedown hatten zwar auch ihre sage und schreibe zwei #1-Hits, der aktuelle aber namens “Devour” ist derart belanglos, dass er bald wieder nur in Computerspiel-Soundtracks und Wrestling-Shows Verwendung findet - und selbst dort noch untergeht. Danach kräht in drei Jahren kein Hahn mehr.

… noch unkreativer als Nickelback ist. Die haben selbstverständlich die Musik auch nicht neu erfunden, wissen aber mittlerweile perfekt, wie man Melodien und Texte für ein Millionenpublikum schreibt. Nicht zu weich, nicht zu hart, immerhin wollen sie den alternativen Hard Rock in die Stadien der Welt transportieren. Shinedown sind dabei aber maximal die fünfte Supportband - wenn überhaupt. Songs wie “Second chance” oder “Sound of madness” probieren zwar genau das gleiche, sollen ebenso vor Stadionrock strotzen, kupfern aber maximal die Melodien einer Viertklässler-Schülerband aus Timbuktu ab. Ohrwürmer klingen wahrlich anders. Die vermeintlichen hier, die würden nicht einmal besoffene Engländer mitgrölen.

… noch unspannender als Staind ist. Das einzig Interessante an denen war immerhin, dass sie versuchten, harte und härtere Gitarren neben den gebrechlichen Gesang von Aaron Lewis zu stellen und somit immerhin etwas Dramaturgie erzeugten. Selbst das schlägt bei Shinedown fehl, denn weder hat Brent Smith solch eine markante Stimme, noch berühren einen die laut seinen Angaben “persönlichsten Texte” in irgendeiner Form. Ebenso überzeugen die Neuzugänge Nick Perri (Gitarre) und Eric Bass (Bass) mit ihrem Gitarrenspiel maximal in Form von solider Stagnation, statt zumindest einer Staindschen Abwechslung. Vielmehr katapultiert sich “The sound of madness” dadurch in die absolute Belanglosigkeit. Das tut weh. Aua!

Tracklist:
01) devour
02) sound of madness
03) second chance
04) cry for help
05) the crow & the butterfly
06) if you only knew
07) sin with a grin
08) what a shame
09) cyanide sweet tooth suicide
10) breaking inside
11) call me

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In der Ruhe liegt die Kraft

Tuesday, October 7th, 2008 at 12:03 am

| aktueller song: sigur rós - ára bátur |

Our Broken Garden - When Your Blackening Shows
Vö: 26. September 2008
Label: Bella Union / Cooperative / Universal
Länge: 38:21 min
Hit: Watermark
Punkte: 5/10

Our Broken Garden - When Your Blackening Shows

Das mit der Schönheit ist so eine Sache: Anfänglich blind vor Liebe ist alles toll, aber irgendwann nutzt sich auch die schönste Frau der Welt einmal ab. Optisch gesehen jetzt. “When Your Blackening Shows” ist echt toll. Wie sich Anna Brønsted in melancholischer Zeitlupe durch ihren düsteren Pop schmachtet, begeistert wahrlich. Ganz einfach weil es eine tolle Atmosphäre ist, in die man da so nach und nach hineinschwebt. Wie eine rosarote Wolke, bloß ohne das bunte Verliebtheitsgefühl sozusagen. Trotzdem ist man irgendwie gefesselt. Schade ist eben nur, dass das mit der Liebe immer so ein Thema ist. Ohne diese gewisse “Spannung” pendelt es sich recht bald aus. Our Broken Garden pendelt auch etwas zu viel ohne jene Kontroverse, ohne große Konflikte und Dramatik. Das ist toll, aber andere Väter haben eben auch interessante Töchter.

Tracklist:
01) watermark
02) the blinding
03) anchoring
04) when your blackening shows
05) the rock collector
06) la sagitaire
07) the samaritan
08) cardia
09) my kinship

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Coolio

Monday, October 6th, 2008 at 10:53 pm

| aktueller song: slaraffenland - sleep tight |

Monotekktoni - Different Steps To Stumble
Vö: 19. September 2008
Label: Sinnbus / Al!ve
Länge: 46:40 min
Hit: Where’s The Hole
Punkte: 7/10

Monotekktoni - Different Steps To Stumble

Manches ist so uncool, dass es schon wieder cool ist. Ist eigentlich totaler Quatsch, aber sagt man ja so. Und irgendwie trifft das auch auf Monotekktoni zu. Nicht dass Tonia Reeh selbst irgendwie uncool wäre, aber ihre Form aus experimenteller Indie-Electronica will einfach nicht ins System angesagter Elektromusik passen. Auch wenn sie natürlich könnte - wenn sie wollte. Soll ganz einfach heißen: “Different Steps To Stumble” ist im Grunde schon tanzbar zeitgemäß und zudem mit den nötigen Spielereien versehen, kommt allerdings so bodenständig und völlig ohne Gossip daher, dass das Album schon fast altbacken wirkt. Genau das macht schließlich auch den Reiz aus: Understatement, obwohl jeder genau weiß, dass die Schrammelbeats wesentlich größer, lustiger und abfeierbarer sind als sie sich geben. Cool!

Tracklist:
01) where’s the hole
02) your colour was not strong enough
03) chinese afterburner
04) dirty paradise
05) fuck the engine
06) stupid girl
07) don’t tell father
08) roof
09) nicht stolpern bitte
10) häßlichent
11) copacabana
12) i’m a wheelchair

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