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Shinedown – The Sound Of Madness
Vö: 10. Oktober 2008
Label: Atlantic / Warner
Länge: 41:45 min
Hit: Second Chance
Punkte: 2/10

Wirklich gut oder wichtig waren Shinedown ja eigentlich nie. Das ändert sich auch mit dem Nachfolger zu “Us and them” nicht. Einzig mit dem Unterschied vielleicht, dass die Band mittlerweile …
… noch größenwahnsinniger als Metallica ist. Es kann nämlich einfach nicht sein, dass sich Frontmann Brent Smith hinstellt, aufbläst und dann großspurig zu seinem Produzenten Rob Cavallo verkündet: “Wenn ich tot bin, wenn jeder in dieser Band nur noch Vergangenheit ist, dann will ich, dass die Welt “The sound of madness” als ein Album in Erinnerung behält, das gemacht werden musste!” Denn im Gegensatz zu Shinedown dürfen Metallica eine große Klappe haben, weil sie ganz einfach Musikgeschichte geschrieben haben und auch einmal gut waren. Shinedown hatten zwar auch ihre sage und schreibe zwei #1-Hits, der aktuelle aber namens “Devour” ist derart belanglos, dass er bald wieder nur in Computerspiel-Soundtracks und Wrestling-Shows Verwendung findet – und selbst dort noch untergeht. Danach kräht in drei Jahren kein Hahn mehr.
… noch unkreativer als Nickelback ist. Die haben selbstverständlich die Musik auch nicht neu erfunden, wissen aber mittlerweile perfekt, wie man Melodien und Texte für ein Millionenpublikum schreibt. Nicht zu weich, nicht zu hart, immerhin wollen sie den alternativen Hard Rock in die Stadien der Welt transportieren. Shinedown sind dabei aber maximal die fünfte Supportband – wenn überhaupt. Songs wie “Second chance” oder “Sound of madness” probieren zwar genau das gleiche, sollen ebenso vor Stadionrock strotzen, kupfern aber maximal die Melodien einer Viertklässler-Schülerband aus Timbuktu ab. Ohrwürmer klingen wahrlich anders. Die vermeintlichen hier, die würden nicht einmal besoffene Engländer mitgrölen.
… noch unspannender als Staind ist. Das einzig Interessante an denen war immerhin, dass sie versuchten, harte und härtere Gitarren neben den gebrechlichen Gesang von Aaron Lewis zu stellen und somit immerhin etwas Dramaturgie erzeugten. Selbst das schlägt bei Shinedown fehl, denn weder hat Brent Smith solch eine markante Stimme, noch berühren einen die laut seinen Angaben “persönlichsten Texte” in irgendeiner Form. Ebenso überzeugen die Neuzugänge Nick Perri (Gitarre) und Eric Bass (Bass) mit ihrem Gitarrenspiel maximal in Form von solider Stagnation, statt zumindest einer Staindschen Abwechslung. Vielmehr katapultiert sich “The sound of madness” dadurch in die absolute Belanglosigkeit. Das tut weh. Aua!
Tracklist:
01) devour
02) sound of madness
03) second chance
04) cry for help
05) the crow & the butterfly
06) if you only knew
07) sin with a grin
08) what a shame
09) cyanide sweet tooth suicide
10) breaking inside
11) call me
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