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Fear My Thoughts – Isolation
Vö: 18. Juli 2008
Label: Century Media / EMI
Länge: 46:45 min
Hit: The Hunted
Punkte: 6/10
Aus Alt mach Neu. Oft wurde genau das probiert, selten aber kam unterm Strich etwas Brauchbares dabei raus. Songs wurden geremixt oder geremastert, Filme von sonstwann neu aufgelegt, aber oft waren etwas jüngere Schauspieler die einzige Neuerung, die Aussage blieb ernüchternderweise stets die gleiche. Bei Fear My Thoughts musste allerdings jetzt auch irgendetwas Neues passieren, viel zu klischeehafter Standard war das letzte Album “Vulcanus”. Ob nun der Ausstieg (wahlweise auch Rausschmiss) des alten Sängers Mathias Benedikt von Ockl damit in direktem Zusammenhang steht, ist nicht lückenlos bekannt, tut aber eigentlich auch nichts zur Sache. Fakt ist vielmehr: Es war so oder so eine gute Entscheidung.
Neuer Mann hinter dem Mikrofon ist Martin Fischer. Doch auch wenn das die einzige personelle Veränderung ist, hat man bei “Isolation” das Gefühl, Fear My Thoughts wären komplett ausgewechselt wurden. So überrascht es sogar schon, dass die Badener nach dem Intro in “The blind walk over the edge” nicht gleich drauflos dreschen, um erst einmal eine Hausmarke zu setzen, so was wird ja schließlich liebend gern gemacht. Nein, vielmehr steigen sie im Midtempo ein, die neue Stimme ist sofort präsent und wird im Refrain sogar noch melodiöser. “The hunted” klingt danach zwar wesentlich rauer und schwedischer, offenbart aber auch hier wieder einen sehr rockigen Refrain. Selbst “Numbered by the beast” und “Bound and weakened” haben mit früherem Death Metal wenig zu tun, sondern gehen als glasklarer Alternative Metal durch.
Doch das ist noch nicht einmal das Problem, auch wenn mit großer Wahrscheinlichkeit viele Hörer abgeschreckt sein werden, weil Fear My Thoughts mitterweile zwei Schritte zurück machen, um einen nach vorne zu kommen. Eher hat “Isolation” seinen Schönheitsfehler im Detail: Ein abwechslungsarmes Album kann man Fear My Thoughts mit Sicherheit nicht vorwerfen, genausowenig, dass sie auf der Stelle tanzen würden. Man kann aber wohl sagen, dass durchweg alle Songs hauptsächlich nur im Refrain zünden, jedoch nicht durch ausgefallene Riffs oder eine drückende Atmosphäre, wie es bei Textures beziehungsweise Devil Sold His Soul der Fall ist. Und doch: Fear My Thoughts entwickeln sich weiter und probieren aus – ob es nun einzig am Sängerwechsel liegt oder nicht, bleibt dabei offen im Raum stehen. Ebenso, ob diese Entwicklung jedem behagen wird. Immerhin sind sie kein Abklatsch ihrer selbst.
Tracklist:
01) isolation
02) the blind walk over the edge
03) the hunted
04) numbered by the beast
05) bound and weakened
06) through the eyes of god
07) death chamber
08) pitch black
09) creeping lord
10) dumb, deaf and blinded
11) burning the lamb / the sacrifice
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