Im Würgegriff
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Sevendust – Alpha
Vö: 21. Dezember 2007
Label: ADA Global / Rough Trade
Länge: 58:30 min
Hit: Burn
Punkte: 5/10
Dass diese ganzen New-Metal-Überbleibsel auch nie wissen, wann endlich einmal Schluss ist! Und wann es angebracht wäre, ganz einfach mal nichts mehr zu machen. Sevendust halten davon scheinbar tatsächlich nichts, trotzdem ist der Brechfaktor wieder recht niedrig ausgefallen. Nicht wenige hätten ihnen zwar nach dem letzten Album “Next” jetzt die Vollblamage gegönnt, doch diese konnte noch einmal abgewendet werden. Großteils geht das auf die Kappe von Sänger Lajon Witherspoon. Oder besser gesagt seiner Stimme. Denn genau die ist es, die Sevendust wie immer aus der Masse herausstechen lassen hat. Irgendwie hat sie ja so ein bisschen was vom äußerlich rauen, aber ansonsten stets lieben Onkel.
Trotzdem steht das Projekt “Alpha” zu Beginn noch auf wackeligen Beinen, und die Durchschnittlichkeit eines Openers vom Schlage “Deathstar” bietet da bei weitem kein solides Fundament. Zu lose die Gitarren, zu dünn die Mischung eben jener Stimme des Frontmannes und zu klebrig das ganze Lied an sich. Der moderne alternative Metal feiert also keine Auferstehung. Gerade die erste “Alpha”-Hälfte könnte auch genauso gut aus B-Seiten des letzten Studioalbums “Next” bestehen, dem ja auch schon so manch eingeschlafener Fuß nachgesagt wurde. Nicht zu unrecht übrigens.
Doch dann scheinen Sevendust plötzlich vom Blitz getroffen worden zu sein! Anders kann man sich zumindest diesen Gedankeneinschlag nicht plausibel erklären. Aus völlig heiterem Himmel kommt in “Confessions of hatred” das durch, was damals innovativ war und auch das Album aus dem bisherigen Tief reißt – das Hitpotential, das erstmalig gute Vermischen zwischen Eingängigkeit der Melodie und den folgenden härteren Parts, inklusive ordentlich Geknatter. “Aggression” hält das Niveau und bildet eine gute Einleitung zum mit Abstand längsten, markantesten und besten Song des Albums: “Burn”. In der zweiten Halbzeit lodern Sevendust noch einmal richtig auf, Lajon Witherspoon beweist, dass er eine Platte allein aus der Belanglosigkeit retten kann und dass die Band durchaus noch zu den paar überlebenden Alphatierchen des Genres gehört. Ohne Hängen und Würgen.
Tracklist:
01) deathstar
02) clueless
03) driven
04) feed
05) suffer
06) beg to differ
07) under
08) story of your life
09) confessions of hatred
10) aggression
11) burn
12) alpha
13) the rim
14) abuse me
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