Archive for May, 2007

Die Wüste lebt

Saturday, May 26th, 2007 at 23:43

| aktueller song: i am the ocean – wait, what? |

Kill Kim Novak – 03:05
Vö: 25. Mai 2007
Label: Alveran / Soulfood
Länge: 47:03 min
Hit: Crush Me
Punkte: 6/10

Kill Kim Novak - 03:05

Vom Namen her könnte das Kaff irgendwo im Sachsenland liegen: Soest. Richtig schön “Söööeeessd” ausgesprochen, damit es auch entsprechend dümmlich klingt. Selbst Kim Novak klingt so ein bisschen nach Tschechei plus Kevin-ähnlichem Trendvornamen aus ostdeutschen Vorstadtprovinzen, sprich teilbebauten Kuhweiden. (Anm. d. Red.: Bevor böse Lesermails kommen: Der Autor stammt aus den neuen Bundesländern, darf darüber also Witze machen.) Und ein Blick auf die Landkarte offenbart dem Quotenossi Erstaunliches: Auch in Westfalen gibt es kulturelle Äcker mit Häusern. Die Auswahl ist nicht sonderlich groß, an dem was man zur Abwechselung machen könnte. Wenn in NRW das Leben pulsiert, dann ist Soest sicher nicht die Hauptschlagader. Ein bißchen Pferdeäpfel pflücken, Steine übern Teich fitscheln oder sich auf dem jährlichen Dorffest abschießen, welches zwar von der Größe her eigentlich schon als Stadtfest durchgehen könnte, aber irgendwie doch Provinzcharakter hat. So oder so, es ist das Highlight. Auch musikalisch.

Denn dort wird dann alles verbraten, was die Soester Jugendkultur so zu bieten hat: paukenschlagende Karnevalsvereine, singende Maiköniginnen als Rollergirl verkleidet und Schülerbands, die mal was Rockiges covern wollen. Halt Nirvana und so. Pfui. Aber zum Glück gibt es in diesem Trott aus allerhand Schmutz noch Leute, die an der holden Fahne der CDU-Idylle sägen, den ganzen Quatsch nicht verkraften und mit “03:05″ endlich das längst überfällige Debütalbum rausbringen, was gleich im ersten Song die Abneigung, Wut und Verzweifelung zusammenfasst: “Ich kann nicht”. Und damit gar nicht erst viele heimischen Kiddies auf den dummen Gedanken kommen könnten, Kill Kim Novak aus Trendgründen toll finden zu müssen, wurde auch viel auf Seiten der Band getan, um ihre Songs schwierig genug zu halten. Positiv gemeint natürlich.

Angefangen selbstverständlich bei den teils deutschen Texten, die für globalisierte Kinderohren nicht selten schon ungewohnt genug sein düften. Aber auch die Mischung aus 90er-Jahre-Hardcore, der trotzdem als moderner Screamo durchgehen könnte, mit der einerseits guten Produktion, die aber nicht selten bei Lautstärkeverhältnissen und Samples noch zu willkürlich erscheint. Alles etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus spannend und vor allem bodenständig ehrlich. Und wenn sich dann zu interpretationswürdigen Texten noch gutes Geschrei (“Gefühle”), Geschrammel (“Ich weiß wo Du bist”) oder hin und wieder auch hübsche Melodiebögen (“Crush me”, “Girl I feel”) gesellen, dann kann man echt froh sein, dass Kill Kim Novak sich nicht im Soester Bürgerbunker als Support für Helgas Schunkeltruppe verrammschen. Helau!

Tracklist:
01) intro
02) ich kann nicht
03) gefühle
04) crush me
05) take it
06) unterjocht
07) ich weiß wo du bist
08) kaskaden
09) wissen!?
10) girl i feel
11) dierioten
12) zwielicht

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Neue Welten

Sunday, May 20th, 2007 at 22:29

| aktueller song: hopesfall – bird flu |

Linkin Park – Minutes To Midnight
Vö: 11. Mai 2007
Label: Warner
Länge: 43:23 min
Hit: The Little Things Give You Away
Punkte: 6/10

Linkin Park - Minutes To Midnight

Das Beste wäre, man würde diese Band gar nicht kennen. Oder besser, man wüsste nicht von den galaktischen kommerziellen Erfolgen von “Hybrid theory” und “Meteora”, dem ganzen Remix- und Live-Schwachsinn zwischendurch und danach oder von den unzähligen peinlichen Stories in allen Teeniemagazinen dieser Welt. Dann wären viele sicher auch nicht so voreingenommen gegenüber der Band. Der Idealfall wäre also, man würde das Album auf den Tisch bekommen. Einfach so. Und dann sagt der Chef völlig beiläufig: “Hör einfach mal rein!” Das wäre schön.

Und da würde man nun mit seinem MP3-Player irgendwo gemütlich im Gras sitzen oder die Anlage beim Staubsaugen richtig aufgedreht haben, würde das instrumentale Intro “Wake” hören, was leise beginnt und nach und nach in Gitarren übergeht, bevor plötzlich Geklatsche auftaucht, ein paar härtere Gitarren dazu, eine etwas raue Stimme, die auch Kraftausdrücke benutzt und sogar Schreien kann. Eigentlich überhaupt nichts sonderlich Spektakuläres für eine normale Band. Zigmal gehört schon. Doch im Kontext von Linkin Park ist das ein Quantensprung. “Minutes to midnight” ist nämlich nichts Geringeres als der komplette Neuanfang einer der erfolgreichsten Rockbands unserer Zeit. Einer Band, die von der ersten Sekunde an deutlich machen will, dass sie abgeschlossen hat mit den alten Zeiten und endlich als Musiker ernst genommen werden möchte.

In diesem Atemzug fällt auch das komplette frühere Hitpotential unter den Tisch, auch wenn “Leave out all the rest” trotzdem noch eine extrem einprägsame Melodie besitzt. Doch die dezente Elektronik und die schon fast zahme Stimme von Chester Bennington erzeugen eher eine behagliche Stimmung anstelle der Partystimmung früherer Tage. Und noch ein Stilmerkmal von Linkin Park wurde kurzerhand abgeschafft: die chronische Überproduktion. Niemand geringeres als Rick “Gott” Rubin machte es möglich, dass mit dem einleitenden Getuschel im Hintergrund zu “Bleed it out” der Verdacht von Spontaneität aufkommt. Für mache ist das eben doch schon eine kleine Sensation, auch wenn der Song selbst neben “Hands held high” zu den einzigen zwei wirklich schlechten des Albums gehört, da beide einfach noch zu sehr an die alten Tage erinnern.

Im Gegenzug gibt es dafür aber auch eine Menge Songs, die alles andere als peinlich sind und die Band wieder salonfähig machen könnten. Denn gerade die zweite Hälfte von “Minutes to midnight” wirkt fast spielerisch befreit und unbefangen, was speziell in den beiden letzten Songs so unter Beweis gestellt wird, dass es wirklich Spaß macht, bei der Entwicklung zu zuhören. Linkin Park haben zudem mit “The little things give you away” künstlerisch komplettes Neuland betreten und ihren vielleicht besten Song überhaupt geschrieben. Ganz frei und ganz ohne Vorurteile. Respekt!

Tracklist:
01) wake
02) given up
03) leave out all the rest
04) bleed it out
05) shadow of the day
06) what i’ve done
07) hands held high
08) no more sorrow
09) valentine’s day
10) in between
11) in pieces
12) the little things give you away

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Der gemeinsame Nenner

Saturday, May 19th, 2007 at 23:45

| aktueller song: despised icon – nameless |

Caliban – The Awakening
Vö: 25. Mai 2007
Label: Roadrunner / Warner
Länge: 44:38 min
Hit: Nowhere To Run, No Place To Hide
Punkte: 6/10

Caliban - The Awakening

Entweder oder: links oder rechts? SPD oder CDU? Schlümpfe oder Gummibärenbande? The beloved oder the hatred? Top oder Flop? Da man ja heutzutage zu allem eine klare Stellung beziehen muss, um nicht als Wischiwaschi-Meinungsmichi dazustehen, gibt es auch keine große Auswahl: entweder man vergöttert Caliban oder man hasst sie wie die Pest. Ersteres machen für gewöhnlich süße Mädels mit putzigen Halloween-Haarspangen und Spaghettihosen. Und die Gegenfront besteht aus jenen stählernen Typen, die den Hardcore in seiner Reinform verkörpern (wollen). So weit der Status quo.

Aber unsere Generation wächst ja bekanntlich in eine Konsensgesellschaft mit Konsenstypen hinein, also werden wir uns jetzt alle einmal lieb an den Tisch setzen und das Problem ausdiskutieren. Pädagogisch wertvoll ist das obendrein. Irgendwie scheinen sich das Caliban auch gedacht zu haben: aufpassen, dass jene Mädchen im besten Konsumalter nicht davonschrecken, aber andererseits der besessene Hardcoreler wieder aufhorchen kann, ohne von seinen Freunden als Pussy abgestempelt zu werden. Wenn das mal kein amtlicher Hauptnenner ist. Und allein dieser musikalische Spagat und diese doch überraschende Zustimmung aus den kritischen Reihen der Gemeinschaft lassen “The awakening” in einem neuen Licht erscheinen.

Hinzu kommt, dass sich die stets peinlichen Aussagen im Vorfeld mit dem härstesten, besten und überhaupt dem tollsten Album ever bei Caliban vielleicht sogar bewahrheiten. Zumindest ist es aber das komplexeste und stimmigste, auch wenn die gnadenlosen Übersingles fehlen mögen. Zum Glück eigentlich, denn nur so können Caliban endlich einmal von ihrem Herzschmerz-Image wegkommen und unter Beweis stellen, dass sie vielleicht auch mal auf Albenlänge überzeugen. Zudem wurden die zwei nervigsten Elemente richtigerweise reduziert. So drehen sich die Texte von Sänger Andy Dörner nicht mehr ausschließlich um das Übel jeder Beziehung, und auch die pimpelige Zweitstimme von Denis Schmidt wird weniger eingesetzt, dafür aber effektiver.

Selbstverständlich sind das natürlich nur Veränderungen im Detail statt die Neuerfindung der eigenen Band. Ein paar Takte der alten, harten Schule in “Nowhere to run, no place to hide”, ein paar modernere in “I believe …” und ein paar neue Ansätze im Titeltrack “The awakening”. Alles gut, aber nicht sonderlich überraschend. Caliban sind sichtlich bemüht. Und das nicht nur, um es beiden Seiten der Fangemeinschaft gerecht zu machen, sondern auch um künsterlisch voranzukomen. Doch während die ersten beiden Dinge konsensmäßig scheinbar zu funktionieren scheinen, fahren Caliban schöpferisch immer noch mit angezogener Handbremse. Angriff ist die aber beste Verteidigung. Also jetzt aber: entweder, oder!

Tracklist:
01) i will never let you down
02) let go
03) another cold day
04) my time has come
05) life is too short
06) give me a reason
07) stop running
08) the awakening
09) i believe …
10) rise and fight
11) nowhere to run, no place to hide
12) i’ll show no fear

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Schwarzes Loch

Sunday, May 13th, 2007 at 21:47

| aktueller song: wecamewithbrokenteeth – lego |

Neurosis – Given To The Rising
Vö: 18. Mai 2007
Label: Neurot / Southern / Cargo
Länge: 70:42 min
Hit: Origin
Punkte: 8/10

Neurosis - Given To The Rising

Wie drastisch sich die Zeiten und Ansichten in Wissenschaft und Technik ändern können, ist schon manchmal erschreckend. Erst wurden ein paar Zellchen geklont und – schwupps! – wenige Jahre später ganze Pferde reproduziert. Und kaum hat jeder Haushalt einen Internetanschluss, wird die Privatsphäre ad acta gelegt. Auch die Astronomie ist von derartig schnelllebigen Phänomenen betroffen: Kaum wurde der Begriff “Schwarzes Loch” geprägt, werden seit über 20 Jahren mit ziemlicher Regelmäßigkeit neue, tiefere und bedrohlichere schwärzere Löcher entdeckt. Der vermeintliche Höhepunkt war bis dato “The eye of every storm”, das vor drei Jahren der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Angeblich so dunkel, düster und gewaltig, dass ganze Galaxien an Gedanken verschlungen werden könnten. Das schwärzeste Schwarz überhaupt.

Doch natürlich ist das alles Panikmache und Übertreibung, weil sich der Mensch gerne mit Verschwörungstheorien und Endzeitvisionen beschäftigt. In Wahrheit sind wir noch meilenweit von Klongesellschaften entfernt. Spionage ist auch mehr selbstverschuldeter Exhibitionismus. Und auch die letzte Veröffentlichung von Neurosis war mit Sicherheit nicht der vertonte Nihilismus in seiner Reinform. Und falls vielleicht doch, haben die Astrowissenschaftler mit “Given to the rising” wieder einmal einen neuen Fund gemacht: rauer, bedrohlicher, gedrückter und tiefer. Ja, mit Sicherheit sogar wirklich düsterer als der Fund zuvor.

Allein schon der einleitende Titeltrack bestätigt die Vermutung, dass es sich hierbei um einen Schritt zurück in frühere, dunklere Zeiten handelt. Abgesehen von schwereren Gitarren und der explosiven finalen Aufwallung sind es vor allem die bedrohlicher klingenden Stimmbänder, die einen in und auf “Given to the rising” förmlich in dieses dunkle Etwas reinziehen. Wie beim kräftigen Sog dieser lichtverschlingenden schwarzen Löcher. Ebenso gefahrvoll schließt sich “Fear and sickness” an, das einem mit dem erbarmungslosem Ende und rücksichtslosem Effektgeschreddere den Weg aus der Falle endgültig von außen verschließt. Von nun versprechend auch sphärisch einleitende “To the wind”-Melodien oder die zurückhaltende Verträumtheit im abschließenden “Origin” keine Rettung mehr. Denn diese beinahe erlösenden Momente werden konsequent durch aussichtslose, doomige Zwischenspiele (“Shadow”, “Nine”) oder wüste, hypnotische Gitarren (“Hidden faces”) zerstört. Der Ernstfall ist da.

Wer also schon denkt, dass durch zwei Klonpferde die Zivilisation in Gefahr ist oder sich zu “The eye of every storm” schon den Strick nehmen wollte, sollte sich diese mehr als eine Stunde währende rohe Dunkelheit keinesfalls zumuten. Speziell dann nicht, wenn die Gesamtatmosphäre durch die natürliche und grobe Produktion besonders intensiv wirkt. Hoffentlich hat das gefräßige schwarze Loch einen guten Tag. Und spuckt den Hörer heil wieder aus.

Tracklist:
01) given to the rising
02) fear and sickness
03) to the wind
04) at the end of the road
05) shadow
06) hidden faces
07) water is not enough
08) distill (watching the swarm)
09) nine
10) origin

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Ein Topf voll Gold

Saturday, May 12th, 2007 at 22:44

| aktueller song: manes – come to pass |

Boris With Michio Kurihara – Rainbow
Vö: 11. Mai 2007
Label: Drag City / Rough Trade
Länge: 42:59 min
Hit: Shine
Punkte: 6/10

Boris With Michio Kurihara - Rainbow

Was manche zu wenig haben, haben andere wiederum viel zu viel. Geld. Intelligenzpunkte. Brüste. Tatendrang. Da wir hier allerdings nicht auf Coupe.de sind, lassen wir die schmutzige Körbchendiskussion außen vor. Genauso die Kohle, die kann beim Manager Magazin verprasst werden, aber nicht von einer Band wie Boris, die mit kommerziellen Mainstream genauso viel am Hut hat, wie wir mit eben jener Coupé. Behaupten wir pauschal zumindest so.

Was also übrig bleibt, sind die Begabung und der Tatendrang. Zwei beneidenswerte Fähigkeiten, die sich nicht selten auch einmal gegenseitig ausschließen. Doch Boris haben Glück, beides in sich vereinen zu können. Oder ist das wiederum Begabung und Können? Egal, sei’s drum, jedenfalls musste dem eifrigen Schaffen der drei Japaner schon eine eigene Wikipedia-Seite gewidmet werden, um alle Alben und Kollaborationen ordentlich aufzulisten können. Fleißig, fleißig! Und auch wenn man nun versuchen würde, Boris musikalisch in Worte zu fassen, bräuchte man noch eine extra Seite.

Genau diese Vielfältigkeit ist es auch wieder einmal, die den Reiz von “Rainbow” ausmacht. Dabei ist es nun auch völlig schnuppe, ob es sich um watenden Noise wie im Opener “Raffesia” handelt. Oder um minimalistisches Gesumme als Abschlusssong “No sleep till i become hollow”. Oder um poppige Interludes zwischendurch. Oder oder oder … Ähnlich überraschend erklingt auch der Titeltrack, der mit sachtem Gesang zu einer seichten Melodie harmonische Loungeathmosphäre verbreitet. Doch bevor man beginnt, sich völlig in ihm gehen zu lassen, kommt Kollaborationspartner Michio Kurihara (Ghost) daher und zerschneidet die Idylle mit spitzen und messerscharfen Gitarren kompromisslos entzwei. Aus der Traum fürs Erste.

Denn psychedelischer Gitarrengott hin oder her, irgendwie ist es genau diese Kurbel im Getriebe, die sich nicht immer geschmeidig einfügen will, sondern gerne etwas unrund gegen die Motorik des Albums schlägt. Nicht dass man von Boris Easy-Listenig erwarten würde, im Gegenteil, doch gerade in “Rainbow” wirkt jene Gitarre eher kontraproduktiv und zu künstlich aufgesetzt, um sich vollkommen integrieren zu können. Musikalisch, wie auch athmosphärisch. Doch da solche Spuren in rockigeren Nummern wie “Starship narrator” ohnehin nicht in den Vordergrund gedrängt werden, bekommen Boris doch noch den Bogen. Wieder einmal viel gewollt und viel erreicht.

Tracklist:
01) raffesia
02) rainbow
03) starship narrator
04) my rain
05) shine
06) you laughed like a water mark
07) fuzzy reactor
08) sweet no.1
09) no sleep till i become hollow

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War From A Harlots Mouth, Düsseldorf

Tuesday, May 1st, 2007 at 13:06

| aktueller song: neurosis – nine |

War From A Harlots Mouth
03. März 2007 – Düsseldorf, Stahlwerk

© for lieblingsempire

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