Archive for April, 2006

Groezrock 2006

Sunday, April 30th, 2006 at 21:25

| aktueller song: beloved – watching the lines blur |

Groezock 2006
28.-29. April 2006 – Meerhout-Gestel (Belgien)

[mygal=groezrock01]

© written for triggerfish, photos by ireen eschrich

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6. Klasse, zweites Halbjahr

Friday, April 28th, 2006 at 00:22

| aktueller song: unearth – endless |

Korn – Live & Rare
Vö: 05. Mai 2006
Label: Epic / Sony BMG
Länge: 59:48
Hit: Falling Away From Me
Punkte: 4/10

Korn - Live & Rare

Ihr erinnert Euch doch bestimmt noch an damals. An den Höhepunkt der Pubertät, als Ihr mit fiesen KoRn-Buttons Eure hilflosen Eltern zur Verzweifelung getrieben habt. Zuhause wegen des Rebellentums fast rausgeflogen, seid Ihr dann mit Bier in der Hand, zerfetzten Hosen im XXL-Format und einer Überdosis Coolness in die Dorfschule geschlurft und habt durch verbale Entgleisungen auf Euch aufmerksam gemacht. So war das doch. In der ersten Pause ging es dann auf den Pausenhof, und dort probierte einer, lockerer vom Hocker zu sein als der andere. So entstanden dann Sprüche wie: “Was ist flüssiger als Wasser? – Schule. Die ist überflüssig.” Und dann kam der Typ mit den dicken Dreads und klopfte Euch anerkennend auf die Schulter. Der Höhepunkt Eurer Rebellenkarriere. Damals. In der sechsten Klasse.

Das Erwachsenwerden ging dann zwar glücklicherweise doch irgendwann los, aber viel geändert hat sich nicht. Die heutigen Kiddies haben zwar ihre KoRn-Button gegen solche von Bullet For My Valentine getauscht, fühlen sich aber immer noch genauso anti, und deutlich anders als Ihr damals sehen sie auch nicht aus. Schule ist heute aus Prinzip überflüssig. Ach ja, Korn mittlerweile auch.

Auf den letzten drei veröffentlichten Alben versuchen Korn weiterhin krampfhaft, nicht einfach so sang- und klanglos unterzugehen. Aber das Ergebnis ist etwa genauso kreativ wie Eure Witze damals. “Greatest hits”-Alben wirken ja schon so sexy wie Baggy-Pants. Doch was ist flüssiger als das alles? Ihr ahnt es schon: die vorliegende Scheibe. Gegen “Live & rare” hatte im Endeffekt Euer pubertäres Rebellendenken doch noch richtig viel Sinn. Denn drücken wir es vornehm aus: “Live & rare” dürfte nicht einmal die immer noch mit Band-Buttons vollgestopften Jungs und Mädels interessieren.

Die ersten sieben Livemitschnitte haben jene ohnehin schon von der “Greatest Hits”-DVD, und andere, angeblich rare Tracks gab es schon auf dem “Follow the leader”-Album beziehungsweise dem ziemlich erfolgreichen “Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast”-Soundtrack. Und daß zu den müden Coversongs “Another brick in the wall .. part 3″ und “One” jetzt ganz entfernt ein paar Fans zu hören sind, na das läßt doch den Spießer von heute noch lange nicht in rebellische Jugendsünden verfallen. Einzig die Hymnen von damals verblassen langsam, wenn sie heute an jeder Ecke veröffentlicht werden. “Live & rare” dient maximal zum Abschreiben der Tracklist als Orientierung für die bevorstehende Festivalsaison. Vielleicht fühlt Ihr Euch zumindest dort noch einmal wie damals im zweiten Halbjahr der sechsten Klasse. Beim ersten Festival. Voller cooler Sprüche und ganz ohne Mutti. Rebellen, Ihr!

Tracklist:
01) did my time
02) blind
03) falling away from me
04) right now
05) got the life
06) here to stay
07) freak on a leash
08) another brick in the wall … parts 1, 2, 3 (pink floyd cover)
09) one (metallica cover)
10) my gift to you
11) a.d.i.d.a.s.
12) earache my eye (cheech & chong cover)
13) proud

© written for plattentests

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Lass die Sonne rein

Thursday, April 27th, 2006 at 08:06

| aktueller song: refused – blind date |

Set Your Goals – Reset
Vö: 07. April 2006
Label: Alveran / SPV
Länge: 12:57
Hit: How `Bout Now, Scott?
Punkte: 7/10

Set Your Goals - Reset

Tatsächlich! Wie der Name vermuten lässt haben sich Set Your Goals ein Ziel gesetzt: Ordentlich gute Laune zu verbreiten. Wer die sechs aufstrebenden Kalifornier aufgrund größerer Flugangst nach Übersee noch nicht live erleben konnte, der hatte mit dem Video zum Zugpferd “Gonnies Never Say Die!” jüngst die Gelegenheit sich von der Partytauglichkeit des Sextettes zu überzeugen. Alveran Records scheinen jedenfalls recht angetan gewesen sein, denn sie nahmen Set Your Goals geradezu spontan unter Vertrag und stellen uns diese Band jetzt mit deren EP “Reset” vor.

Wer mit Genreaushängeschildern wie Unearth, Evergreen Terrace oder Donnybrook das Label teilt, hat hohe Ansprüche zu befriedigen. Sieht das Cover zunächst mehr nach New Yorker Hinterhofmesserstecherei aus, so erwartet den geneigten Hörer jedoch weniger “Friends Stand United”-Attitüde, als vielmehr eine gehörige Portion spassiger Hardcore-Punk-Emo Mischung, die unerwartet frische Proberaumatmosphäre versprüht. Möglicherweise liegt das einfach daran, dass die 5 Song-Demoscheibe der Band gleich als Erstveröffentlichung diente. Als audielles Sahnehäubchen gibt es zudem einen Jawbreaker Coversong, der sich ganz gut in das reifende Konzept der Band fügt.

Musikalisch zeigen sich Set Your Goals hierbei recht aufgeschlossen. Sicher gibt es punkiges Schlagzeugspiel und natürlich werden auch einige Old School Hardcoreriffs das Griffbrett rauf und runter gejagt, aber was nach dem Instrumentalintro sofort auffällt sind die variablen Vocals. So präsentieren die zwei Sänger Jordan und Matt im Titel “How `Bout Now, Scott?” eine Mixtur aus Comeback Kid, Blink 182 und McKlusky. Geht nicht? Von wegen. Geschickt mischt man melodische Gesangslinien mit verschiedenen Shouts. Die solide Instrumentalarbeit, Crowd-Rufe und vor allem die gelegentlich auftauchenden Gitarrenlinien unterstützen das sonnige Flair der Lieder. Auf einmal versteht man den spontanen Plattendeal.

Auch wenn bereits das Wort Hardcore gefallen ist – das “Voll auf die Zwölf” Feeling bleibt aus. Verständlich, denn scheinbar möchte man dem Zuhörer mit Titeln wie “Latch Key” musikalisch wohl eher ein Lächeln, anstatt blauer Flecken aufs Gesicht zaubern. Wer nicht auf dem Pressure Fest erscheinen kann oder will um die angepriesene Liveperformance zu erleben, der darf sich mit dem beiligenden Videofootage selbst vom Spaßfaktor überzeugen.

Leider sind die wenigen Tracks insgesamt recht kurz gehalten und so endet der musikalische Ausflug nach knapp 13 Minuten. Ob man sich vom Videozusatzmaterial besänftigen lässt, sei jedem selbst überlassen. Eins ist jedoch sicher: nach dem angekündigten Full-Length Debüt sollte man diesen Sommer zumindest ein Auge offen halten. Und beide Ohren sowieso.

Tracklist:
01) reset (intro)
02) how ’bout no, scott?
03) goonies never say die
04) sharptooth
05) latch key
06) do you still hate me?

© written for triggerfish

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by benjamin bartosch

Kochen mit Blut

Wednesday, April 26th, 2006 at 17:56

| aktueller song: zao – endure |

Purified In Blood – Reaper Of Souls
Vö: 28. April 2006
Label: Alveran / SPV
Länge: 44:03
Hit: Endless Evil
Punkte: 6/10

Purified In Blood - Reaper Of Souls

Der Einheitsbrei schmeckt schon lange nicht mehr. Zugegeben: Fade ist die Mischung aus Metal und Hardcore ja nicht, aber wer jeden Tag das gleiche aufgetischt bekommt der fühlt sich schneller satt als ihm lieb ist. Stellt sich nun die Frage was uns Purified in Blood mit “Reaper of Souls” in der Metalküche – natürlich streng vegan – angerührt haben.

Findet man in Skandinavien doch recht häufig schwarzmetallische Kapellen und verheulte Gothicrock Bands so zeigten uns die Norweger von Purified in Blood, dass man im hohen Norden auch weiß was Hardcore heißt. Doch während sich immer mehr amerikanische Bands musikalisch an Schwedenhäppchen bereichern, drehen Purified in Blood den Spieß um und würzen ihren Sound zusätzlich mit slayertypischen Trash Metal Elementen gehörig auf. Und sie tun gut daran, denn sahen sich Caliban jüngst As I Lay Dying Kopievorwürfen ausgesetzt, so haben die Songs des Sechsgespanns dadurch ordentlich an Wiedererkennungswert gewonnen. Bolzt man sich in den ersten sechs Tracks volles Rohr technisch versiert durch zahlreiche Trash- und Metalcorepassagen, so mutet der Anfang von “The Last Day” zunächst einmal erfrischend anders an. Trotzdem scheint man den Songaufbau Marke “Drifter” (In Flames) riechen zu können. Aber wer hat eigentlich behauptet, dass es schlecht ist wenn es lecker duftet?

Das Album hält jedenfalls was Cover und Titel musikalisch versprechen, ist es doch tendenziell stark in der Metalecke angesiedelt. Natürlich darf trotzdem anständig gemosht werden, denn den Breakdown bleiben uns die Jungs in fast keinem Song schuldig und auch die Worte “Let’s go!” fallen mehr als einmal. Davon konnten sich nicht zuletzt die Besucher der Darkness Over Europe Tour überzeugen. Sicher ist dem einen oder anderem Besucher bei der energiegeladenen, mit dem norwegischem “Best Live Act”-Award ausgezeichneten Show dabei die Handycam aus den Händen gefallen.

Darf’s denn noch etwas mehr sein? Gerne, denn wenn man schon zwei Shouter hat, dann sollte man auch einiges zu sagen haben. Oder zu schreien, je nachdem wie ernst man es meint. Und ernst meinen es die Straight Edger scheinbar allemal. Tracktitel wie “Venom”, “Imprisoned by Freedom” oder “Endless Evil” zeugen von einer gehörigen Portion Angepisstheit über die Boshaftigkeit dieser Welt. Solche Kost liegt schwer im Magen – wenn man sich den mit den Lyrics befasst. Es mag sein, dass das Album für einige schnell recht eintönig klingt, interessierte Metal(core)fans bekommen hier trotzdem einen schmackhaften Leckerbissen aufgetischt. Alle anderen erhalten zumindest ein Snack für zwischendurch. Na dann, wohl bekomm’s!

Tracklist:
01) gates of gehenna
02) unmarked graves
03) dying age
04) venom
05) possessed by death
06) imprisoned freedom
07) the last day
08) endless evil
09) the ultimate price
10) skulltwister

© written for triggerfish

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by benjamin bartosch

typisch Frau …

Tuesday, April 25th, 2006 at 21:20

| aktueller song: 30 seconds to mars – a beautiful lie |

typisches Gespräch einer jeden Beziehung …

… weil ich mich gerade in meiner eifrigen Prüfungsvorbereitung mit Stereotypen auseinander setzen muss und mich so plumpe Mann-Frau-Klischees seit Caveman ohnehin zum lachen bringen, nun folgendes:

Mann: “Ich bestell Pizza. Willst du auch was?”
Frau: “Nein.”
Mann: “Okay.”
Frau: “… oder doch?!”
Mann: “Was denn nun?”
Frau: “Ich weiß nicht.”
Mann: “Du weißt nicht, ob du was willst?”
Frau: “Nein.”
Mann: “Hast du Hunger?”
Frau: “Keine Ahnung, irgendwie schon.”
Mann: “Was heißt ‘irgendwie’…?”
Frau: “Das heit, dass ich mir nicht sicher bin.”
Mann: “Wenn ich Hunger hab, dann merk ich das.”
Frau: “Vielleicht hab ich ja nachher Hunger.”
Mann: “Also bestell ich dir was.”
Frau: “Und wenn ich später doch nichts mehr will …?”
Mann: “Dann isst du es halt nicht.”
Frau: “Das ist doch Verschwendung.”
Mann: “Dann heb’s dir eben für morgen auf.”
Frau: “Und wenn ich morgen gar keinen Appetit auf Pizza habe?”
Mann: “Pizza kann man immer essen.”
Frau: “Ich nicht.”
Mann: “Dann such dir was anderes aus.”
Frau: “Ich will aber gar nichts anderes.”
Mann: “Also doch Pizza.”
Frau: “Nein.”
Mann: “Also gar nichts.”
Frau: “Doch.”
Mann: “Du machst mich verrückt.”
Frau: “Warum bestellst du dir nicht schon mal was …?”
Mann: “Wie du meinst …”
Frau: “Aber nimm die Pizza mit Schinken.”
Mann: “Ich mag aber gar keinen Schinken.”
Frau: “Ich schon.”
Mann: “Ich dachte ich sollte mir was bestellen…?!”
Frau: “Sollst du ja auch.”
Mann: “Und warum dann Schinken …?”
Frau: “Falls ich Hunger kriege, wenn dein Essen da ist.”
Mann: “Und?”
Frau: “Glaubst du, ich will was essen, was mir nicht schmeckt?”
Mann: “Wieso du?”
Frau: “Wieso nicht?”
Mann: “Moment … ich soll also mir was bestellen, das du dann essen kannst, falls du eventuell doch Hunger bekommen solltest …?!”
Frau: “Genau.”
Mann: “Und was bitte soll ICH dann essen?”
Frau: “Na, vielleicht hab ich ja nachher gar keinen Hunger …”

© written by irgendwem im internet

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Junge Nacht 2006

Thursday, April 20th, 2006 at 07:43

| aktueller song: lampshade – come closer |

Junge Nacht in Düsseldorf
Termin: 22. April 2006 im museum kunst palast, Düsseldorf

Flyer Junge Nacht

Wir sind noch jung, also lasst uns feiern. Ganz besonders jung ist die Nacht am 22. April 2006 im Düsseldorfer museum kunst palast. Ab 21 Uhr findet nämlich genau dort die erste Junge Nacht in Düsseldorf statt. Und wenn wir “junge Nacht” sagen, dann meinen wir das auch genau so – mit musealer Vergreisung hat das nichts zu tun!

Und damit wir nicht geistig verwahrlosen und weil wir wissbegierige Menschen sind, die zig Stunden feiern ohnehin irgendwann langweilig finden, wird bei der Jungen Nacht Party und Kunst kombiniert. Die Ausstellung “ZERO. Internationale Künstleravantgarde der 50er/60er Jahre“, bildet den Rahmen für diese neue Art Kunst zu erleben. Die großzügige Ausstellung, lockere Kunstgespräche mit Gleichaltrigen, Filmvorführungen und entspannte Musik sind erst der Anfang. Cafè und Bistro sorgen nebenbei für unser leibliches Wohl in einer langen Nacht. Ein Gewinnspiel bringt uns dann mit etwas Glück in den wohlverdienten Urlaub oder lädt zu einer modischen Runderneuerung ein … mehr wird aber noch nicht verraten! Entweder ihr versteht jetzt schon den Wink mit dem Zaunspfahl oder euch geht dann vor Ort ein Lichtlein auf. Viel wichtiger ist der Mitternachtssnack, der euch die Energie verleiht, um danach mit Klaus Fiehe (EinsLive) die richtige Party beginnen zu lassen.

Okay, wir sehen uns Samstag, damit wir dann gemeinsam die ganzen zusätzlichen Überraschungen überleben können, die wir hier ganz bewusst gar nicht erst aufzählen werden. Also kommt vorbei oder vergreist zu Hause.

P.S. Ja, ihr dürft diesen Text auch in andere Blogs oder Verteiler kopieren oder an euer Adressbuch bzw. an die neue nette Nachbarin weiterschicken!!!

Fakten:
Zeit: 22. April 2006 | ab 21 Uhr
Ort: museum kunst palast | Ehrenhof 4-5 | 40479 Düsseldorf
Eintritt: 5 Euro
Mail: info@jungenacht.de

* junge nacht
* pressetext (pdf)
* museum kunst palast

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Caveman 2006

Wednesday, April 19th, 2006 at 17:22

| aktueller song: dryline – first and ten |

Caveman in Düsseldorf
Termin: 19. April – 07. Mai 2006 im Capitol, Düsseldorf

Caveman

Geschichten über Männer und Frauen und warum sie überhaupt nicht zusammenpassen sind hoch im Kurs. Bücher über das Klischee von Frauen als schlechte Autofahrer(innen), Wörterbücher zur Übersetzungen zwischen “Mann” und “Frau” oder auch “Mann vs. Frau”-Quizshows – man schmunzelt vielleicht mal zwei Minuten oder so. Richtig lachen kann man hingegen, wenn schon Neandertaler über den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen den Geschlechtern philosophieren …

Eines Nachts geschieht das Unfassbare … Von seiner Frau vor die Tür gesetzt, philosophiert Tom über den kleinen Unterschied und seine großen alltäglichen Folgen. Als männliche Logik und begrenzte Phantasie ihn schnell an seine Grenzen stoßen lassen, erfährt Tom von unerwarteter Seite Hilfe. Im “magischen Unterwäschekreis” erscheint ihm sein Urahn aus der Steinzeit und lässt ihn an Jahrtausende alter Weisheit teilhaben: Männer sind Jäger und Frauen sind Sammlerinnen. Eine Tatsache, die die menschliche Evolution bis heute nicht hat ändern können …

© Arena Berlin

Caveman geht wieder auf die Jagd! Nach den täglich ausverkauften Vorstellungen im Oktober und November 2005 folgt Karl Bruchhäuser in der Titelrolle bereits zum achten Mal dem Ruf in den Club des Capitol Theaters, wo er vom 19. April – 07. Mai 2006 seine ersehnten Höhlenweisheiten preisgibt.

Das erfolgreichste Solo-Theaterstück unter der Regie von Esther Schweins, Caveman, wird seit über fünf Jahren in Deutschland von seinen Zuschauern begeistert aufgenommen und bejubelt. Allein in Düsseldorf feierten seit seiner Premiere im Oktober 2001 bis jetzt über 63.000 Besucher den Beziehungsberater aus der Urzeit. Und die sehnsüchtigen Rufe nach den brillant dargebotenen Lebensweisheiten des Höhlenmenschen reißen nicht ab!

Caveman ist zum Kult geworden und mit ihm Karl Bruchhäuser, der in der Titelrolle des “modernen Neandertalers” das Publikum überzeugt. “Ich mag ihn besonders wegen seiner physischen Ruhe”, lobt die Regisseurin Esther Schweins den im Westerwald geborenen Caveman-Darsteller. Der Vater dreier Kinder wird mit hintersinnigem Witz, scharfsinnigen Analysen und garantiertem Wiedererkennungseffekt tiefe Einblicke in die unterschiedlichen Welten von Mann und Frau gewähren.

© Capitol Theater

Fakten:
Zeit: täglich | 19. April – 07. Mai 2006
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
Ort: Capitol | Erkrather Straße 30 | 40233 Düsseldorf
Eintritt: 21 bis 31 Euro je nach Platz

* caveman
* capitol

© written for triggerfish

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Lachst du (immer) noch?

Sunday, April 16th, 2006 at 19:01

| aktueller song: silent civilian – funeral |

Scary Movie 4
Vö: 20. April 2006
Verleih: Buena Vista
Genre: Komödie, Parodie | USA 2006
Länge: 80min
Regie: David Zucker
Drehbuch: Craig Mazin, Pat Proft
Musik: -
Darsteller: Anna Faris, Regina Hall, Simon Rex, Conchita Campbell, Leslie Nielsen, …
Punkte: 5/10

Scary Movie 4

Handlung:

Vom Reporter zur Krankenpflegerin. So entwickelt sich die Berufskarriere von Cindy Campbell, die schon an ihrer ersten Patientin kläglich scheitert. Grund hierfür ist ein blasser japanischer Junge, der schon längst tot ist und seitdem durch das Haus der alten Frau spuckt. Doch glücklicherweise ist der Nachbar ein äußerst charmanter, wenn auch tollpatschiger, junger Mann. Ein Familienvater, der völlig in seiner Rolle versagt. Doch die beiden Überforderten scheinen sich schnell zu finden und Gefühle zu entwickeln. Wenig Verständnis für Gefühle allerdings haben die meterhohen TriPods, deren unbescheidenes Ziel die Vernichtung der Menschheit ist. Während Tom Ryan versucht Kind und Kegel zu retten, folgt seine Geliebte Cindy und ihre beste Freundin Brenda den Hinweisen des toten Jungen, der sie in ein abgelegenes Dorf führt. Während ein komischer Mann den beiden Frauen ein paar Tipps geben kann, landet Tom nur bei einem Kriegsveteran. Und selbst der Präsident der USA sorgt eher für einen Skandal, statt Lösungen zu liefern.

Hintergrund:

Zum dritten Mal übernimmt David Zucker das Ruder der “Scary Movie”-Reihe und verleiht auch dem vierten Teil den charakteristischen Tollpatsch-Humor all seiner Filme, ohne dabei das Anliegen der Filmreihe zu verlieren. Denn auch in den letzten beiden Jahren gab es genug mehr oder weniger gute Horror-Thriller, die aufs Korn genommen werden müssen. Neben “Krieg der Welten” und “Saw 1 & 2″, diente vor allem “The Grudge” und “The Village” als Hauptvorlage für die Story von “Scary Movie 4″. Doch auch abseits des Horror-Genres gab es zig Filme, die eine Verwurstung verabreicht bekommen: “Brokeback Mountain” oder “Million Dollar Baby”. Auch neu ist das Einbeziehen von realen Begebenheiten, wie zum Beispiel der Ereignisse vom 11. September 2001 und sich perfekt in die “Krieg der Welten”-Verarsche einbetten lassen. Weniger neu ist hingegen der Starauflauf in der Filmreihe. Neben Carmen Elektra, Shaquille O’Neal, Dr. Phil McGraw oder Charlie Sheen, darf auch Craig Bierko sein Double Tom-Cruise auf die Schippe nehmen. Oder ganz und gar Bill Pullmann, der gleich einmal seine eigene Rolle in “The Grudge” parodiert.

Sinn:

Der Sinn einer Parodie ist es, andere Filme auf die Schippe zu nehmen. Das gelingt zwar, aber wiesen die Vorgänger immer noch einen gewissen Handlungsstrang auf, so scheint das Ziel beim vierten Teil ein anderes zu sein: Hauptsache viele Filme durch den Kakao ziehen und auf möglichst viele Filme anspielen. Das dabei die eigene Story leidet und die Witze auch mittlerweile die ewig selben sind, ist keinem so recht aufgefallen. Diverse Gegenstände treffen einem am Kopf oder kommen sonst woher angeflogen, da hat schon in den 80ern keiner mehr drüber gelacht. Stattdessen wurden die Handlungsstränge zu willkürlich aneinander gesetzt und zu wenig verflochten. Und so ist dann schlussendlich die wahrscheinlich lustigste Szene eine, die eigentlich wenig mit dem Filme-Verwursten zu tun hat: George W. Bush lauscht lieber Kindermärchen, also sich dem Krieg der Welten zu widmen. Welch Ironie.

© written for triggerfish

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Wer zu spät kommt …

Saturday, April 15th, 2006 at 23:58

| aktueller song: fiel garvie – i didnt say it |

Mogwai, The Magnificents
15. April 2006 – Köln, Live Music Hall

[mygal=mogwai01]

Mogwai

“Ein Kölsch bitte. Ein großes!”

Dieser Abend steht unter keinem guten Stern. Es ist 21.30, man hat nach widrigen Umständen, die den Leser hier nicht weiter interessieren sollen, doch noch die Live Music Hall erreicht. Und die von mir sehr verehrten Herren von Mogwai stehen, wie ich gerade erfahren durfte, seit mittlerweile nicht weniger als 30 Minuten auf der Bühne. Meine Stimmung schwankt zwischen Frustration, Verzweiflung und dem unbedingten Willen, hier und jetzt noch das beste aus der Situation zu machen.

Das heißt also konkret: rein in die Menge. Ich versuche, mich zu beruhigen, auf die Musik zu konzentrieren. Versuche, dieses Gitarrengewitter, welches da auf der Bühne tobt, an mich heran zulassen: Es gelingt mir nur in Maßen. Denn, was schon immer klar war und an diesem Abend wieder deutlich wird: die Musik von Mogwai braucht Zeit. Zeit und Aufmerksamkeit, um ihre ganz eigene Stimmung bzw. Atmosphäre aufbauen zu können. Faktoren, die ich an diesem Abend und in diesem Moment nicht aufbieten kann; und so fühle ich mich leicht fehl am Platz. Denn eben erwähnte Atmosphäre ist unwiderruflich da, ich spüre sie – aber fühlen kann ich sie nicht. Abgehetzt und verschwitzt stehe ich in einer Menge von andächtig lauschenden und bereits leicht weggetretenen Menschen. Es ist zum Heulen. In jeder Hinsicht.

Ich mache mir kurzzeitig Sorgen um das Genick des jungen Mannes, der neben mir steht. Kopfnicken kann man das nicht mehr nennen, beim besten Willen nicht. Der Rest um mich herum steht und lauscht, teils mit offenem Mündern oder wahlweise geschlossenen Augen. Nur zwischen den kurzen Pausen der umso längeren Musikstücke ertönt Applaus, entlädt sich die angespannte Stille in maßlose Begeisterung und Dankbarkeit. So kommt es, dass die Zugabe sich für mich als echter Glücksfall entpuppt: die kurze Pause wird genutzt, um näher an die Bühne zu gelangen, und als erstes Stück erklingt “Sine Wave”, das wohl mitunter zeitloseste und schönste Stück der Schotten. Zum ersten Mal an diesem Abend habe ich das Gefühl, überhaupt angekommen zu sein. Kurz darauf wird es wieder laut: eine knarrende Gitarre kündigt “Glasgow Meta Stake” an, und macht mir noch mal schmerzlich bewusst, was ich an diesem Abend verpasst habe: dieser Song funktioniert live schlichtweg super, wahrscheinlich genau wie die restlichen Stücke des neuen Albums. Dann: “Thank you. Goodbye. See you.” und Fassungslosigkeit meinerseits.

“What happened after the storm? Was everyone ok?” fragt Stuart Braithwaite auf “Mr. Beast”. Sorry, aber gar nichts ist ok. Die Frustration bahnt sich ihren Weg, da kann mich auch die Tatsache nicht trösten, dass Freunde das Set generell mit den gut 70 min zu kurz fanden. Bleibt mir nur zu sagen: Entschuldigung, lieber Leser, für den wohl subjektivsten jemals von mir verfassten Konzertbericht. Und: das mit dem “See you”, meine Herren, können sie wörtlich nehmen – dann in voller Länge und geballter Aufmerksamkeit. Versprochen.

© text written by christa herdering for triggerfish, photos by myself

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by admin

Hoher Besuch

Friday, April 14th, 2006 at 00:02

| aktueller song: nonpoint – the tribute |

Cult Of Luna – Somewhere Along The Highway
Vö: 21. April 2006
Label: Earache / Rough Trade
Länge: 64:44
Hit: Finland
Punkte: 8/10

Cult Of Luna - Somewhere Along The Highway

Stetig wachsende Besucherzahlen, ein aktives Forum mit hitzigen Diskussionen und eine Unmenge an schönen Texten über noch schönere Soundperlen. Mit Plattentests.de wurde schon manch abscheulicher Geschmack zum Guten gewendet. So viel zu den unbescheidenen Tatsachen. Hingegen ein noch relativ unerforschtes Feld im Wirkungsbereich dieser Seite sind die Auswirkungen auf die Musik selbst. Und um das Kind gleich beim Namen zu nennen: Plattentests.de erweist sich als Trendsetter.

Daß immer mehr Hinzes und Kunzes vorbeisurfen ist – ohne wieder arrogant zu wirken – zwar eine feine Sache, doch mittlerweile scheinen sich hinter dem komischen IP-Zahlen-Wirrwarr sogar internationale Stars und Sternchen zu verbergen. “Salvation” war für manche ein Meisterwerk, doch daß es immer Widerständler gibt, wissen wir nicht erst seit Asterix. Und so prangerte ein Vertreter von Plattentests.de beim Vorgänger nicht ganz zu unrecht stimmliche Eintönigkeit an. Mit der Meinung war man zwar weitgehend allein in der Branche. Aber Cult Of Luna scheinen das gelesen und sich sogleich an die Umsetzung gemacht zu haben. Man hatte zwei Optionen: mit dem Gesang vielfältiger zu werden oder ihn gleich wegzulassen.

Und beides versuchen Cult Of Luna nun auf “Somewhere along the highway”. Einerseits ist das gesamte Album mehr aufs Wesentliche reduziert worden. Und andererseits erklingt schon nach wenigen Sekunden im Opener “Marching to the heartbeats” eine gedämpfte Stimme, die sich bewußt absetzt vom aggressiven Gebrüll des Vorgängers. Auch der Standardaufbau mit minutenlangem Intro, epischem Ausbruch mit Geschrei und ebenso langem Ausklang wird schon hier gebrochen. Ein plötzlicher Wechsel zu treibenden Schlagzeugrhythmen leitet das neue Motiv ein, das in “Finland” zu Red-Sparowes-Melodien übergeht. Und überhaupt wirkt das Gebrüll jetzt viel druckvoller, wenn dem verspieltere Melodien, mehr ruhigere Momente und gar durchweg zurückgenommene Songs gegenüber gestellt werden.

Cult Of Luna namen sich die Kritik zu Herzen, ohne aber durch allzuviel Veränderung einen Stilbruch zu riskieren. Warum eigentlich auch? Um nicht auf der Stelle zu tanzen und den kreativen Prozess weiter voranzutreiben, schlagen wir im übrigen vor, auf dem nächsten Album mal kurz richtig zu singen. Ansonsten schöne Grüße, wenn Ihr eure Bewertung wieder lest. Wir haben Euch auch lieb.

Tracklist:
01) marching to the heartbeats
02) finland
03) back to chapel town
04) and with her came the birds
05) thirtyfour
06) dim
07) dark city, dead man

© written for plattentests

Posted in Platten
by admin